UBS

Diskussionen rund um die Titel im SMI

Re: UBS

Beitragvon Dilbert » Mi Mär 27, 2019 3:26 pm

Ich halte es mit UBS seit 2008 und weiterhin so: Ich kaufe bei CHF 5.-- (deswegen habe ich noch null Stück).

Ich frage mich bei Banken, UBS und gleichzeitig allen andern Banken mit (wertungsfrei gemeint) einer Historie einfach eines:
Wie wollen es die diese "alten" Banken aus "analogen" Zeiten schaffen, gegen die neue digitale Konkurrenz zu bestehen?
Klar in Teilbereichen läuft die Digitalisierung auch bei den "alten Banken" und sind ein etablierter Vorteil für bestehende Kunden: Zahlungsverkehr. E-Banking, interne Prozesse und wenns hoch kommt: Kontoeröffnungen. Solches Zeugs halt.

Aber im Kern unterscheiden sich "alte Banken" meiner Beobachtung nach extrem von "neuen Banken".
Während sich die "alten Banken" den Kopf zerbrechen, wie man rund um die "Beratung" (Mensch aus Fleisch und Blut) Vorgänge aus analogen Zeiten digitalisieren könnte, fragen sich die "neuen Finanzdienstleister": Wie können wir die Sache so einfach/lean machen, dass wir keine Bio-Schnittstelle, keinen Berater aus Fleisch und Blut brauchen.
...und lustigerweise ist es um Faktor 1'000 teurer, ein "analoges" Umfeld zu digitalisieren - als auf grüner Wiese was Neues, Volldigitales zu bauen.

Warten wir mal ab, wer da das Rennen machen wird. Ich spüre einfach eines: Meine Kids haben auf alles Lust - ausser auf einen Berater, der weniger weiss, als sie selber schon aus dem www herausgefunden haben. Harte Zeiten also für den Berater im M-Electronic. Harte Zeiten für den Autoverkäufer. Auch harte Zeiten für den Bank- und Versicherungsberater resp. die "alten Banken"?

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UBS mit CS?

Beitragvon Dilbert » Di Sep 15, 2020 11:59 am

Insideparadeplatz hat ja gestern mal wieder eine nette Bombe platzen lassen: Fusionieren UBS und CS? Keine Ahnung ob das eine echte Bombe oder eine platzende Ente war/sein wird... aber so ein paar Überlegungen in diese Richtung dürfte doch durchaus zu den strategischen Szenarien gehören, nehme ich an.

+/- bekannt ist, dass aus ein paar durchaus knackige Fragen nachgegangen wurde (z.B. Wieviel Six braucht es eigentlich, wenn man weiss, dass 80% der Volumina von UBS nach CS und umgekehrt fliessen.) Und gaaaaaanz Unverfrorene haben mal Rechnungen angestellt (Ergebnis kenne ich nicht - ist aber irgendwie naheliegend...) und berechnet, wieviel Potential eine statt zwei IT-Lösungen/Digitalisierungskisten kosten würden. Ich bin sicher, da liegen Milliarden an "Sparpotenzial" drin! Aber nur, wenn man sich nicht Spinne-Feind ist.

Wunder Punkt: Der Leidensdruck ist doch noch überhaupt nicht gross! So lange sich jede Kantonalbank eine eigene IT-Lösung, eine eigene Digitalisierungs-Strategie etc. leistet -da können sich die "Grossen" das noch lange leisten! Vorsprung durch Grösse. Und darum stehen in Zielvereinbarungen lieber Dinge wie Frauenförderung, Sensibilisierung der Mitarbeitenden auf Nachhaltigkeit etc. - als "Szenario aufzeigen für Kostenhalbierung". So wird das sein, bis die Speckschicht dünner wird.

Und vielleicht hängt in den Teppichetagen ja auch das aufmunternde Motto einer Deutschen Politikerin: "Wir schaffen das!" ;)

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Re: UBS

Beitragvon kosh » Di Sep 15, 2020 5:46 pm

SIX ist geschenkt im Vgl. zu Courtagen. Solange sich UBS- / CS-Kunden diese Courtagen leisten wollen, kann der Leidensdruck tatsächlich nicht sehr gross sein. Mir schleierhaft, wo man allenfalls quantitativ sparen will ausser bei den Courtagen - ok, Immobilien hätten sie noch.
Wieviel Six braucht es eigentlich, wenn man weiss, dass 80% der Volumina von UBS nach CS und umgekehrt fliessen.

Die Frage der Zukunft lautet eher, wieviel UBS / CS braucht es, sobald Wertpapierhändler direkt miteinander händeln - via Blockchain. Da nehm ich 100x lieber die SIX als Marktplattform gegen eine kleine Vermittlungsgebühr, Verwahrungsstelle wär' meine Wallet und jeder Deal ist in Bruchteilen einer Sekunde abgeschlossen. M.a.W. die SIX braucht keine UBS / CS.
Ein Beispiel: Als Vorbereitung für die kanadische Börse (evt. Exro, Dynacert, Nexoptic) habe ich wieder ein ZKB-Depot eröffnet. Vor vielen Jahren habe ich dort gekündigt und am Telefon hat mir die Kontaktperson erklärt, dass sich am Courtagenregime NICHTS geändert hat. Irgendwann sind alle Filialen geschlossen, die meisten Mitarbeiter entlassen, Standardsoftware in der Cloud und dann ist fertig gespart, ausser bei den Gebühren. Und wenn sie sich dann immer noch nicht bewegen, beantragen sie wahrscheinlich Bestandessubventionen beim Bund so wie heute die rostenden Medien.
Grüsse
kosh
PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.
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Re: UBS

Beitragvon Premium » Di Sep 15, 2020 8:09 pm

kosh hat geschrieben:SIX ist geschenkt im Vgl. zu Courtagen. Solange sich UBS- / CS-Kunden diese Courtagen leisten wollen, kann der Leidensdruck tatsächlich nicht sehr gross sein. Mir schleierhaft, wo man allenfalls quantitativ sparen will ausser bei den Courtagen - ok, Immobilien hätten sie noch.

Ein Beispiel: Als Vorbereitung für die kanadische Börse (evt. Exro, Dynacert, Nexoptic) habe ich wieder ein ZKB-Depot eröffnet. Vor vielen Jahren habe ich dort gekündigt und am Telefon hat mir die Kontaktperson erklärt, dass sich am Courtagenregime NICHTS geändert hat. Irgendwann sind alle Filialen geschlossen, die meisten Mitarbeiter entlassen, Standardsoftware in der Cloud und dann ist fertig gespart, ausser bei den Gebühren.
Grüsse
kosh


Der Bankensektor wird noch massiv einbrechen - wie im Detailhandel etc. ist auch bei Banken die Digitalisierung mit voller Wucht angekommen. Viel zu viele Banken in der CH, massiv zu viele Mitarbeiter, regionale Filialen dürften in den nächsten Jahren >60% verschwinden.

Das dürfte erst der Anfang sein: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/k ... -138910376

..und bei Courtagen ist kaum eine Schweizer Bank konkurrenzfähig, als alternative zu ZKB könnte ich z.b. Interactive Brokers empfehlen, im US Handel meistens max. 1$ und in Kanada 4-15 CAD Comission. Nexoptic habe ich auch auf meiner Watchlist, ein Megatrend...

Trotzdem wären Fusionen m.E. wohl durchaus sinnvoll (Kantonalbanken) und/oder bei einer UBS/CS, um mittelfristig das Überleben zu sichern.
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