Tages Talkforum SMI

Diskussionen rund um die Titel im SMI

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Beitragvon Bloomberg » Mi Mär 18, 2015 3:42 pm

Der SMI steigt munter weiter. Dax ist heute im Minus. Steigen die europäischen Börsen weiter bzw. was kann
dieses Jahr noch erwartet werden? Ich denke da an long SMI oder long DAX. Trading Ideen?

Draghi wird die Märkte fluten und die letzten Wochen waren erst der Anfang!
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon SLX8 » Mi Mär 18, 2015 4:26 pm

09:30 SNB

Mit Spannung warten die Marktteilnehmer zudem auf den Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Die SNB veröffentlicht um 09:30 Uhr das vierteljährliche geldpolitische Lagebeurteilung. Die Ökonomen erwarten, dass die SNB ihr Pulver trocken hält und keine Änderungen beschliesst.
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon Premium » Di Apr 28, 2015 8:58 am

Jeder zweite Börsianer rechnet mit «Grexit»

Jeder zweite Börsenanleger rechnet inzwischen mit einem Euro-Abschied Griechenlands. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Investmentberatung Sentix hervor. 48,3 Prozent erwarten den sogenannten "Grexit" in den kommenden zwölf Monaten, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Investmentberatung Sentix hervorgeht. Einen so hohen Wert gab es zuletzt im Sommer 2012. Im März hatte er noch bei 35,5 Prozent gelegen.

"Die Beteuerungen der Politik, es gäbe kein anderes Szenario als den Euro-Verbleib Griechenlands, werden von rund der Hälfte der Investoren nicht für bare Münze genommen", sagte Sentix-Analyst Sebastian Wanke. An der Umfrage hatten sich vom 23. bis 25. April mehr als 1000 private und institutionelle Anleger aus mehr als 20 Ländern beteiligt.

Griechenland ist weitgehend von den Kapitalmärkten abgeschnitten und wird seit 2010 von seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Wasser gehalten. Das laufende Hilfsprogramm reicht bis Ende Juni. Wie es danach weitergeht, ist offen. Kommt es nicht zu einer Einigung über neue Kredite, droht dem Euro-Land die Staatspleite.
____________________

Ich rechne nicht mit einem Euro Abschied von Griechenland, ich kann mir dies nicht vorstellen. Italien hat auch Staatsschulden ohne Ende und die EU kann und wird dieses Signal von ,,Schwäche'' nicht zulassen. Geld wird wieder fliessen, daher halte ich ausschau nach lukrativen Greek longs. Any ideas ausser NBG?
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon kosh » Di Apr 28, 2015 1:53 pm

Möchte Dir und Deinen regelmässigen Beiträgen erstmal Dank zollen, dennoch könnte eine Quellenangabe dem Beitrag einen Anstrich von Seriosität verleihen.

“… die EU kann und wird dieses Signal von ,,Schwäche'' nicht zulassen.”

1. spielt die EU in diesem Spiel bestenfalls die 3. Geige und 2. kann die EU sehr wohl damit leben, denn je schwächer der Teuro, desto stärker die Exporte. Dazu braucht man eben Failed States wie Griechenland, zu deren Rettung die Inflation angeheizt werden sollte / könnte / müsste. Japan versucht sich darin hochoffiziell, mit durchwachsenen Resultaten, aber unverdrossen. Die US ihrerseits tun so als hätten sie nicht quantitativ inflationiert, sondern nur easing betrieben und China hat es (noch) nicht nötig. Das Problem ist eben ein globales.

Griechenland hat schon vor der Euro-Integration die Bilanzen frisiert - was zu ignorieren war. Heute wird der ukrainische Failed State inständig darum gebeten, sich doch bitteschön offiziell um die EU-Aufnahme zu bemühen. Doch damals wie heute ist auch das ist zu ignorieren wenn Wirtschaftsgeneräle die Freie Planwirtschaft abstecken.

Wie andernorts erwähnt, nicht weniger Griechenland, sondern im Gegenteil viel mehr davon steht auf der Tages- / Jahrhundertordnung der als EU getarnten “NATO-Osterweiterung”: 1. Assoziation, 2. Beitritt, 3. Euro. In der Welt von Angebot und Nachfrage heisst das Kundenbindung.

Die Amis auf Kurs
Grüsse
kosh
PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.
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Der Praktikus: FuW:

Beitragvon Aconcagua » Fr Mai 08, 2015 11:17 pm

Lieber Investor
Merken Sie sich vorsorglich schon mal diesen Begriff: Melt-up. Eine sonderbare Wortschöpfung gewiss, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir ihn in den nächsten Monaten immer häufiger lesen werden. Lassen Sie mich kurz erklären, um was es geht.
Ein Melt-up, gewissermassen das Gegenteil eines Melt-downs, bezeichnet in der Börsenwelt das Bild, wenn die Kurse in einer heftigen Bewegung steil nach oben gehen. Oft zeigt sich dieses Bild in der Schlussphase einer Spekulationsblase, wie sie mein Kollege Sandro Rosa in seinem Artikel beschreibt: Die letzten Skeptiker kapitulieren, und die Investoren, die bislang an der Seitenlinie verharrten, springen noch auf den Zug auf. Das ist die Phase der Euphorie im Minsky-Kindleberger-Modell, der Markt setzt zu seinem letzten Hurra an. Wieso erzähle ich Ihnen das? Nun, ich sehe eine beträchtliche Wahrscheinlichkeit, dass wir an den Börsen einen derartigen Melt-up sehen werden.
Gefährliches «Relative Game»
Vor einer guten Woche hatten wir in der FuW ein Interview mit Jeremy Grantham, dem von mir sehr geschätzten Value-Investor (lesen Sie hier mehr): Ja, der Aktienmarkt sei deutlich überbewertet, sagte der Gründer des Vermögensverwalters GMO. Aber er glaube, es werde noch zu einer massiven, von Euphorie getriebenen Blase kommen, bevor diese Hausse ihr Ende finde. Diese Woche war ich stiller Beobachter am von der FuW organisierten Fund Experts Forum. Dort sagte beispielsweise In­vestor Jim Rogers: «Wir stehen erst am Beginn einer Blase» (lesen Sie hier das Interview von Gregor Mast und Philippe Béguelin). Burkhard Varnholt, Chief Investment Officer von Julius Bär (BAER 48.35 1.85%), sagte in einem Podiumsgespräch sogar, er könne sich gut vorstellen, dass sich die Aktienmärkte ab dem gegenwärtigen Niveau noch verdoppeln oder verdreifachen.
Auf einen Nenner gebracht lassen sich die Aussagen etwa wie folgt zusammenfassen: «Ja, die Notenbanken pumpen eine neue Blase auf. Ja, das wird eines Tages übel enden. Aber bevor das geschieht, werden wir noch einen heftigen Melt-up sehen. Diesen will ich mir nicht entgehen lassen.» Das kann ja heiter werden. In einem derartigen Umfeld spielt das Bewertungsniveau freilich keine Rolle, denn: Was ist in einem Umfeld von Null- bis Negativzinsen teuer? Sind die Nestlé-Aktien mit einem KGV von 22 teuer? Wie steht es mit Givaudan (GIVN 1757 1.09%) mit einem KGV von 28? Oder die Papiere des Biergiganten AB InBev zu einem KGV von 23?
Risiko Nifty-Fifty-Blase
Hier das Dilemma: Zehnjährige «Eidgenossen» rentieren derzeit 30 Basispunkte (0,3%) auf Verfall. Deutsche Bundesanleihen kommen auf 0,5%. Berechne ich auf diesen Renditen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis für Bonds, sind «Eidgenossen» mit einem KGV von 330 und Bunds mit einem KGV von 200 bewertet. Und nun frage ich Sie nochmals: Sind Nestlé (NESN 72.55 1.68%) mit einem KGV von 22 hoch bewertet, zumal sie mir eine Dividendenrendite von gut 3% abwerfen? Natürlich nicht. Relativ zu Bonds sind Aktien derzeit günstig.
Das gleiche Argument lässt sich machen, wenn das KGV von Nestlé auf 30 steigt und dann auf 40 und dann auf 50. Relativ zu Bonds sind sie auch dann noch günstig. Wird es zu einem Melt-up kommen? Ich weiss es nicht. Wenn ich die These aufstelle, dass die Zinsen noch zwei, drei Jahre auf dem gegenwärtig rekordniedrigen Niveau bleiben, ist das durchaus vorstellbar. Die Notenbanken treiben die Investoren ja richtiggehend
in risikoreichere Anlagen.
Es gibt auch einen historischen Präzedenzfall: die Nifty-Fifty-Blase in den USA der Sechzigerjahre. Damals wurden für Hochqualitätswerte wie Coca-Cola (KO 41.1 0.98%) oder IBM (IBM 172.73 1.02%) KGV von bis zu 70 bezahlt. Aber aufgepasst: Irgendwann wird dieses «Relative Game» jedoch hoch gefährlich. Denn die Fallhöhe eines überbewerteten Aktienmarkts ist beträchtlich.
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon Groppe » Mo Mai 11, 2015 1:52 pm

Ich teile diese Einschätzung und gehe mittelfristig (10 Jahre) - trotz resp. mit allen Rückschlägen - von noch viel höheren Börsenkursen aus, denn die Industrieländer werden bis zu den irgend einmal anstehenden Währungsreformen wohl kaum wieder höhere Zinsen sehen. Und das viele Geld MUSS investiert werden...

Wie profitiert man davon? Ganz sicher in Aktieninvestments langfristig investiert bleiben und 3a Säule usw. auch in Aktienfond (50%) anlegen. Mit Derivaten wirds wegen dem Timing wie immer schwieriger - kommt hinzu, dass sie bei den tiefen Zinsen natürlich recht teuer sind..Optional noch Puts im Geld schreiben und bei allfälligen Korrekturen rollen.
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interessant: aus der heutigen FuW

Beitragvon Aconcagua » Mi Mai 20, 2015 12:08 pm

Burkhard Varnholt war die Aufmerksamkeit gewiss, als er am «FuW Fund Experts Forum » eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung des SMI in den nächsten fünf Jahren in Aussicht stellte, sofern die Zinsen niedrig bleiben. Doch was würde eine solche Kursentwicklung für den bereits stolz bewerteten heimischen Aktienmarkt bedeuten? Da Schweizer Unternehmen rekordhohe Margen erwirtschaften, dürfte die weitere Gewinnentwicklung ungefähr dem Umsatzwachstum entsprechen, das vom Wirtschaftsverlauf vorgegeben wird. Rechnet man angesichts der verhaltenen Konjunkturaussichten und des geringen Inflationsdrucks mit einer jährlichen Gewinnzunahme von 5%, würde eine Verdreifachung des SMI das Kurs-Gewinn-Verhältnis von gegenwärtig 19,5 auf knapp 46 im Jahr 2020 katapultieren. Bei einer Verdoppelung betrüge das KGV 30,55 und entspräche exakt dem Wert, den der S&P 500 im März 2000 erreichte.

Die Stimmen, die von einer Blasenbildung an den Aktienmärkten ausgehen, mehren sich. Die Bewertungen seien zwar bereits hoch, könnten angesichts des herrschenden Anlagenotstands
aber noch einiges höher klettern, lautet der Tenor. Deshalb empfehlen die Experten, teilweise in Abkehr von ihrer Anlagephilosophie, an der Party teilzunehmen. So schreibt die Bank Reichmuth:
«Bislang rieten wir stets, solche Blasenbildungen nicht mitzumachen», doch diesmal seien die Alternativen extrem rar. In die gleiche Richtung stösst der Kommentar von Burkhard Varnholt, CIO bei
der Bank Julius Bär, der am FuW Fund Experts Forum mit der Aussage aufhorchen liess, der SMI könne sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln oder gar verdreifachen Am selben Anlass sagte Jim Rogers: «Normalerweise mache ich nicht mit, wenn sich eine Spekulationsblase bildet, aber in China möchte ich dies mal erleben» (vgl. fuw.ch/1605153). Die einhellige Meinung wirft mehrere
Fragen auf: Warum sind sich die Experten ihrer Sache so sicher, ist die Erwartung realistisch, und wann ist die Zeit reif, auszusteigen? Der Grund für die erwartete Blasenbildung ist schnell gefunden: «This time is different» – diesmal ist alles anders. Gemäss der Investorenlegende Sir John Templeton sind das zwar die teuersten Worte an der Börse, weil sie Investoren in überbewertete Anlagen treiben, die später
meist kollabieren. Doch der aktuelle Zyklus ist tatsächlich anders: Seit der Finanzkrise kommt die Konjunktur weltweit nicht richtig auf Touren. Aus diesem Grund besteht auch keine Inflationsgefahr – im Gegenteil: Die wichtigsten Zentralbanken versuchen verzweifelt, die Teuerung auf die von ihnen
definierten Inflationsziele anzuheben. Weil sowohl Wachstums als auch Inflationsraten unter strukturellem Gegenwind stehen, wird die Geldpolitik noch lange äusserst expansiv bleiben. Dieser
Befund gilt auch für die USNotenbank Fed, die zwar am lautesten über eine Zinserhöhung nachdenkt, sie aber immer wieder aufschiebt. Und wenn es eines Tages doch dazu kommen sollte, dürfte der Schritt eher symbolischer Natur sein. Kurz: An eine absehbare Normalisierung der Geldpolitik glaubt derzeit fast
niemand mehr. Somit dürfte sich der herrschende Anlagenotstand noch verschärfen. Das gilt umso mehr, «als sich die unseligen Negativzinsen noch nicht richtig bis zu den Anlegern durchgefressen haben
», wie die Bank Reichmuth schreibt. Profiteur der verzweifelten Suche nach Rendite sind auch Aktien. Im Vergleich zur mageren oder gar negativen Verzinsung von Staatsanleihen und Sparguthaben
wirken Dividendenrenditen von 2 bis 3% in der Tat attraktiv. Mit «Dividenden sind die neuen Zinsen» scheint sich an der Börse denn auch ein neuer Leitspruch zu verbreiten. Egal, ob dieser Vergleich statthaft
ist oder nicht: Aktien dürften in der Wahrnehmung der Investoren bis auf weiteres alternativlos bleiben.
Damit ist die Voraussetzung für die wichtigste Zutat einer Blasenbildung gegeben: die breite Partizipation der Privatanleger. Gemäss Jeremy Grantham, Mitgründer des Bostoner Vermögensverwalters GMO, «hat sich noch nie eine Blase in den USA entwickelt, in der Kleinanleger ihr Geld nicht in den Aktienmarkt warfen» Diese letzte Phase eines Bullenmarktes wird deshalb auch als Dienstmädchenhausse bezeichnet.
Gewisse Umfragen wie diejenige der US Privatanlegervereinigung AAII zeigen zwar eine erhöhte Aktienquote ihrer Mitglieder an. Auch die Aussagen von Fred Tomczyk in einem Interview mit dem TV Sender CNBC lassen auf eine gute Stimmung bei den Privatanlegern schliessen.Gemäss dem CEO des OnlineBrokers TD Ameritrade boomen bei den 6,5 Mio. Kontoinhabern die Spekulation auf Kredit und
die Zugriffe auf die TradingPlattform,während der Cashbestand niedrig sei. Wird hingegen auf den Zufluss in RetailAktienfonds abgestellt, präsentiert sich ein anderes Bild. Die gegenwärtige Nachfrage liegt weit unter dem Höchst aus dem Jahr 2000, als Kleinanleger in Aktien drängten. Den gleichen Schluss lässt der Vergleich des Geldmengenaggregats M2, das sich aus Bargeld sowie Sicht und Spareinlagen sammensetzt,
und der Marktkapitalisierung des S&P 500 zu. Weiterer Brennstoff für eine Aufwärtsbeschleunigung der
Kurse ist demnach vorhanden. Für Letzteres spricht auch die allgemeine Stimmungslage. «In den Bostoner Bars wird immer noch über Sport und nicht über Aktientipps gesprochen», sagt Grantham. Auch an Cocktailpartys sei das Thema noch nicht omnipräsent. Ins selbe Horn stösst Rogers, der erst nervös wird, «wenn sich die Zahnarztgehilfin nach chinesischen Aktien erkundigt». Dank des unabsehbaren Endes des Anlagenotstands und nach wie vor nicht allzu euphorischer Anleger steht einer Blasenbildung demnach nichts entgegen. Doch wann ist die Zeit reif, auszusteigen? Gemäss der herrschenden Meinung
droht den Aktienmärkten keine Gefahr, solange die Zinsen niedrig bleiben. Das ist zumindest die Lehre aus vergangenen Börsenzyklen, als die Baisse erst einsetzte, nachdem die Zentralbanken den Kampf gegen die Inflation aufgenommen und die Zinsen in den restriktiven Bereich angehoben hatten. Doch das muss nicht immer so sein. Der Markt kann einbrechen, «wenn die Preise einer Anlage genügend hoch steigen, auch wenn das Fed auf seiner Seite steht», gibt Grantham zu bedenken. Auch Rogers warnt, die Krise beginne nicht dort, wo alle hinschauen: «Der Auslöser kann ein marginales Ereignis sein.»

In der Tat ist bis heute unklar, was die Technologieblase im März 2000 zum Platzen brachte. Das Fed hob zwar ab Juni 1999 die Zinsen an, doch wirklich restriktiv – beispielsweise gemessen am nominalen Wirtschaftswachstum – war die Geldpolitik auch damals nicht. Einen Warnschuss feuerte in den letzten Wochen der Bondmarkt ab, der grundlos ins Straucheln geriet. So brach die zehnjährige deutsche Bundesanleihe in zwölf Handelstagen 6,5% ein – für den Obligationenmarkt ein mittleres Erdbeben, das auch Experten nicht zufriedenstellend erklären können. Die Turbulenzen zeigen, wie wenig es für eine Schubumkehr braucht, wenn die Bewertungen hoch und die Anleger zu einseitig positioniert sind.
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon Premium » Fr Mai 29, 2015 8:08 am

Franken-Schock würgt Wachstum ab

Die Abkehr vom Euro-Mindestkurs und die darauffolgende schockartige Franken-Aufwertung haben das Wachstum in der Schweiz abgewürgt.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) sank im ersten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mit. "Negative Impulse kamen insbesondere von der Handelsbilanz mit Waren und Dienstleistungen", erklärten die Seco-Ökonomen. Einen stärkeren Rückgang verhinderten die zunehmenden Investitionen in Anlagen und der anziehende Privatkonsum. In der Produktion dagegen schwächte sich das Wachstum in vielen Branchen deutlich ab, insbesondere Handel und Gastgewerbe entwickelten sich rückläufig.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal gab es einen BIP-Anstieg von 1,1 Prozent. Im Jahr 2014 war die Schweizer Wirtschaft um 2,0 Prozent gewachsen.

Volkswirte hatten für die ersten drei Monate einen BIP-Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal prognostiziert und 1,5 Prozent Wachstum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im Januar hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den mehr als drei Jahre geltenden Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgehoben. Die darauffolgende Franken-Aufwertung verteuert Schweizer Exporte und mindert die Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Firmen im Ausland.

Experten erwarten eine deutliche Wachstumsabschwächung und möglicherweise eine kurze leichte Rezession. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,0325 Franken bezahlt.

Quelle cash.ch
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon Groppe » Fr Mai 29, 2015 4:51 pm

Finde das schwierig zu handeln: kommt es morgen zu einem Kompromiss in Sachen Griechenland, stehen wir am Montag in den Indices 3-4% im Plus. Falls nicht 2-3% im Minus.... etwas anstrengend das Ganze hin und her...... Wenns kommt wie "fast" immer: dann kommt die Einigung doch noch..
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Re: Tages Talkforum SMI

Beitragvon Premium » Do Jul 02, 2015 11:20 am

Es bleibt spannend :D , jedenfalls glaube ich noch immer nicht an einen Gexit (vor allem ältere Damen und Herren wollen doch ihre Altersvorsorge sichern, ohne EU ist diese nicht garantiert.....). Mittel- und langfristig wäre es wahrscheinlich der beste Entscheid für Griechenland & die EU, hier an diesem Punkt mit einem Nein zu stimmen und aus der Währungsunion auszutreten. Trotzdem wird Griechenland mit oder ohne EU wieder scheitern, denn die Korruption wird mit diesem Entscheid nicht wegfallen. Alltag in diesem Land, eine Art Volkssport ist die Steuerhinterziehung, nicht nur bei den Politikern!

____________________________-

Kopf-an-Kopf-Rennen in Griechenland

In Griechenland zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge ein knappes Rennen bei der Volksabstimmung am Sonntag ab.

47,1 Prozent der Befragten würden demnach am 5. Juli für "Ja" und damit für eine Zustimmung zu den unlängst von den internationalen Gläubigern des Landes vorgeschlagenen Reformmassnahmen stimmen. 43,2 Prozent wären dagegen, ergab die Befragung im Auftrag der konservativen Zeitung "Eleftheros Typos".

Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am Vortag in einer Rede ans Volk erneut für eine Ablehnung der vor rund einer Woche von den Geldgebern vorgeschlagenen Massnahmen plädiert. Eine von der linksgerichteten Zeitung "Efimerida ton Syntakton" in Auftrag gegebene und am Mittwoch veröffentlichte Umfrage hatte noch eine Mehrheit für die Reformgegner ergeben. Mittwochnacht war das Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen. Seitdem sind das letzte Angebot der Geldgeber und das Hilfsprogramm laut Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hinfällig.

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