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Re: SMI

Beitragvon Leser » Di Apr 06, 2021 4:48 pm

Ostern ist vorbei und es fühlt sich genauso an wie letztes Jahr. Alles was die Verantwortlichen können, ist Lockdown. Ich erinnere mich noch genau, als die Verantwortlichen meinten, dass ab Sommer wieder Normalität einkehren würde, wohlgemerkt letzten Sommer. Und sie reden weiterhin von Lockdowns, härter, strenger und länger, wobei sie nicht bemerken, dass diese absolut nichts gebracht haben und bringen werden. Nach enormen Druck wird jetzt endlich ein Zusammenhang des Astra Zenica Impfstoffs und Trombosen zugegeben, die nach der Impfung aufgetreten sind. Es ist bezeichnend, das dieser Zusammenhang zuerst vehemt geleugnet wurde, aber jegliche andere Zusammenhänge, die vermeintlich für die harten Massnahmen sprächen, jedoch völlig irrwitzig sind, einfach als Fakten dargestellt werden. Es ist nur noch traurig, genauso traurig wie es an den Märkten zu und her geht. Sie dürfen nie mehr fallen, denn egal welche Stand erreicht ist oder wird, eine Korrektur liegt nicht mehr drin. Wie kaputt diese Märkte sind, ist nur noch ein Wahnsinn. KI denkt nicht, sie führt nur programmierte Algos aus, wobei das Lernen ebenso auf programmierte Vorgaben beruht. Was dem Ganzen fehlt, sind Emmotionen, Gefühle, Intuitionen, unerwartete Reaktionen, einfach alles, was den Menschen ausmacht. KI weiss nicht, dass der Natur auch grenzen gesetzt sind und nicht alles nur in eine Richtung gehen kann. Wenn doch, hört es irgendwann auf. Das ist die einzige Hoffnung, die ich hege, weil letztendlich die Algos von den Menschen programmiert wurden, wodurch sie irgendwann automatisch an die Grenzen kommen werden. Das Problem ist, wenn das passiert, wird's brutal, weil dann keine anderen Algos dem entgegen stehen werden, da alle gleich programmiert sind und alle in dieselbe Richtung steuern. Ich glaube, das wissen die Verantwortlichen, weshalb sie nur noch eine Richtung zulassen können. Sobald es dreht, gibt's kaum ein Halten mehr und die einzige Lösung wäre, den Stecker zu ziehen und Börsen für mehrere Wochen zu schliessen. Ich denke, das wird eines Tages passieren. Bis dahin, keep going.
Aktuell ist alles wie gehabt, aber vielleicht wird doch noch zwischendurch Mal eine Korrektur erlaubt. :lol: Also, abwarten, aber eins werde ich weiterhin nichts machen, long gehen. Klar, gut möglich, dass ich nochmals einige dutzende oder hunderte Prozent verpassen werde, mir egal, ich kaufe nicht in diese Balse hinein. Wenn sie platzt, wird's heftig, brutal und kurz. Dieses Risiko gehe ich nicht ein.
Allen viel Glück.
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Re: SMI

Beitragvon Schlingel » Di Apr 06, 2021 5:02 pm

Lieber Leser

Ich verstehe Deine Argumentation.
Sind wir jedoch in jeder Marktlage investiert, sollte uns eigentlich der Trend, die Aussicht oder der momentane Stand der Börse, nicht gross kümmern. Wir können ja immer mit einem Teil der Investition ( Liquidität oder Aktien) darauf reagieren und investiert bleiben.

Geniesse es.
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Re: SMI

Beitragvon kosh » Mi Apr 07, 2021 1:37 pm

Wie kaputt diese Märkte sind, ist nur noch ein Wahnsinn.

Märkte sind nie kaputt! Sie funktionieren einfach, ob wir wollen oder nicht. Aber: Wir verstehen die Märkte nicht gut genug, um beurteilen zu können, warum es in welche Richtung geht. Wir legen uns zwar allerlei Erklärungen zurecht, aber: "When the facts change, I change my opinion. What do you do Sir?" (Keynes).

Wir alle sind Marktteilnehmer, die Zentralbanken ebenso wie Staaten, Unternehmen. Wenn die ZB als Marktteilnehmer die Märkte mit billigem Geld fluten, weil die Krise hinter der Krise - die Kreditklemme hinter der Pandemie - einfach nicht weichen will, dann funktionieren die Märkte indem gewisse Assets inflationiert werden. Momentan sind das Aktien, aber auch Immobilien.
KI weiss nicht, dass der Natur auch grenzen gesetzt sind und nicht alles nur in eine Richtung gehen kann.

Eine KI braucht das auch gar nicht nicht zu wissen. Je besser sie programmiert ist, desto eher wird sie Muster erkennen, die uns verborgen bleiben. Abgesehen davon kann man long und short programmieren, oder beides. Letztlich ist aber auch eine KI immer auf der Suche nach einem Dümmeren, der zu einem höheren Preis kauft, ob das jetzt eine dümmere KI ist oder ein Mensch spielt keine Rolle. Solang genug Geld da ist, ist auch genug Suppe da.
Problem ist, wenn das passiert, wird's brutal, weil dann keine anderen Algos dem entgegen stehen werden, da alle gleich programmiert sind und alle in dieselbe Richtung steuern.

Bin zwar nicht vom Fach, aber da würde ich vehement widersprechen, wie gesagt Algos long / short und sämtliche denkbaren Kombinationen im Lernprozess. Ohne dass wir es bemerken findet eine brutale Evolution der Algos und KIs statt, in deren Verlauf ältere / schlechtere Versionen von neueren / besseren verdrängt werden.
Sobald es dreht, gibt's kaum ein Halten mehr und die einzige Lösung wäre, den Stecker zu ziehen und Börsen für mehrere Wochen zu schliessen.

Das wäre dann aber auch in dem Fall ein Lockdown, was nur konsequent wäre :-)

Grüsse
kosh
PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.
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Re: SMI

Beitragvon Leser » Mi Apr 07, 2021 3:45 pm

Danke kosh für deine Ausführungen, das mit der dümmeren KI hat mir gefallen, da es fast ein Widerspruch in sich wäre. :lol:
Nun, wenn die schlechteren Algos durch neuere bessere ersetzt werden, müsste man doch Mal etwas davon sehen, indem Mal eine sichtliche Bereinigung stattfände. Ich glaube nicht, dass die alten Algos durch neue ersetzt würden, wenn davon nichts zu spüren ist. Da stellt sich dann die Frage, was denn die neueren besser machten, wenn es eh immer nur in die eine Richtung geht. Wofür braucht man dann neue Algos? ;)

Wie schon geschrieben, ich bleibe skeptisch und denke nicht, dass es noch viel Dümmere gibt, die die Märkte nach oben treiben, ausser das billige Geld. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass auch diejenigen, die das billige Geld produzieren nicht merken, dass es so nicht mehr lagen weiter gehen kann. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, in der es ohne schmerzhaften Übergang vonstatten ginge. Daran glaube ich nicht.

Also, was wäre schon lächerliche 10 Prozent Korrektur in den Aktienmärkte von den aktuellen Allzeithochs, nachdem sie sich seit den März-Tiefs in 2020 verzigfacht haben. Alleine die grossen Indexe haben sich z.T. verdoppelt, ohne jegliche Substanz oder realen Mehrwert geschaffen zu haben. Selbst wenn die Lockdowns heute aufgehoben würden, würde dadurch nicht mehr konsumiert werden als noch vor den Lockdowns. Und wenn die Makrozahlen massive Steigerungsraten zeigten, wäre das nur der Ausgleich dessen, was vorher alles massiv gefallen ist. Die Aktienmärkte haben das nicht nur schon lange wettgemacht, sondern darüber hinaus eine florierende und lange anhaltende Wirtschaft vorweg genommen. Wohin wollen die Märkte noch hin, wenn dieser ganze Mist vorbei sein sollte?
Wie geschrieben, es das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass die Märkte ohne spürbaren Korrekturen dies bewerkstelligen würden. Und daran glaube ich schlicht nicht. ;)
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Re: SMI

Beitragvon SLX8 » Do Apr 08, 2021 11:46 am

Kosh meinte auch nicht, dass die Algos/KI's schuld dran sind, sondern er hat nur auf Deine Aussagen reagiert.

Schuld an den nur noch steigenden Märkten ist ganz allein das Geld. Das wird 24/7 gedruckt und muss irgendwo hin. Geld ist wie Wasser hat mal einer so schön geschrieben hier im Forum. wenn nicht in Immobilien und Aktien wohin dann sonst? Die Geldmenge hat sich allein letztes Jahr um ca. 25% erhöht. also wenn eine Aktie nicht um 25% gestiegen ist, hat sie eigentlich an Wert verloren. und jeder andere der letztes Jahr auch nicht ein Gewinn von 25% gemacht hat, hat verloren. also jeder der denkt er sei jetzt der super Trader gewesen letztes Jahr soll zuerst mal die 25% abziehen und dann mal schauen.
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Re: SMI

Beitragvon Leser » Fr Apr 09, 2021 12:43 pm

Danke SLX8 - Ich habe ihn schon richtig verstanden. Das billige Geld, was die Märkte treibt, habe ich schon seit über einem Jahr erwähnt und immer wieder angebracht. Die Algos werden aber genau danach programmiert, somit sind sie zwar nicht die Ursache, aber letztendlich die willfährigen Erfüllungsgehilfen, die völlig emotionslos agieren. Gäbe es sie nicht, hätten wir längstens eine richtige Korrektur vollzogen und wären nie aktuell auf neue Allzeithochs gestiegen, zumindest bis heute nicht.

Die EZB schaut mit grosser Sorge den Aktienmärkten zu, zumindest hat sie das vor kurzem geäussert. Sie beobachten das sehr genau, da sie diesen ganzen Schlamassel mit ihrer Niedrigzinspolitik mitverursacht hat und weiterhin tut. Sie haben festgestellt, dass in den USA konjunkturbereinigt das Verhältnis von Aktienkursen und Unternehmensgewinnen aktuell höher sei als vor der Finanzkrise 2008!

In Europa sehe ich es sogar noch schlimmer, was man an der ganzen Politik ablesen kann. Hier haben es die Unternehmen noch viel schwerer als in Übersee, weshalb ich die hiesigen Bewertungen als riskanter ansehe. Die Ursachen des Problems sind allen bekannt, trotzdem wird weiterhin die Ursache nicht nur beibehalten, sondern sogar verstärkt. Sie haben sich ein Loch gegraben, aus dem sie nicht mehr hinaus klettern können, also gräbt man einfach weiter. Das ist die pure Definition von Wahnsinn. Wie soll das alles enden? Auf jeden Fall wird nie mehr eine Normalität einkehren, wie wir sie vor der Krise 2008 gekannt haben.

Charttechnisch hat's auch keinen Sinn mehr, die Märkte irgendwie analysieren zu wollen, trotzdem schaue ich es mir noch an. Auch hier fast überall extrem überkaufte Situation, die auf Allzeithoch mit einer Konsoldierung versucht wird abzubauen. Danach immer weiter rauf, rauf, rauf, obwohl die Realwirtschaft nicht nur nicht mithalten kann, sondern gar extrem von Kursen entfernt sind, die jeglicher Grundlage entbehren.

Ich weiss nicht, wie es weitergehen wird und wie lange diese Hausse anhalten wird, aber die Risiken steigen stündlich und immer weiter ins Unermessliche. Wie sollen die Verantwortlichen das noch vernünftig lösen wollen? Sie haben die Büchse der Pandora geöffnet und versuchen weiterhin mit billigen Geld diese zu überschütten, so dass niemand sie sehen kann. Aber ich weiss nur, dass wenn die NBs anfangen sich Sorgen zu machen, dass irgendwas im Busch ist, so wie letztes Jahr im März, als sie verkündet haben, sie werden die Märkte mit allen Mitteln stützen. Jetzt scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Ich würde zur Vorsicht raten, denn wenn die Märkte drehen, was die Andeutungen der NBs ankündigen könnten, dann wird's verdammt heftig und schnell gehen.
Nemen wir den S&P als Beispiel; Er könnte 20 % fallen und er stünde immer noch höher als vor Ausbruch der Pandemie. Was wäre schlimm daran? Nichts! Darum könnte es eben genau passieren. Aber sehen wir, was passieren wird. Ich bleibe auf jeden Fall weiterhin flat in den Aktienmärkten.
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Re: SMI

Beitragvon Leser » Do Apr 15, 2021 8:37 am

Und täglich grüsst das Murmeltier. :P Die Märkte steigen und steigen, mit kleinen Pausen dazwischen. Das kann man nicht mal mehr als Konsolidierung betrachten. Konsolidierungen wären, wenn es zwischendurch mal 3-4 Prozent in die andere Richtung ginge, um wenigstens den Anschein einer kleinen Bereinigung zu wahren. Aber selbst das passiert nicht mehr. Alles nur noch rauf, rauf, rauf. Wieviele der Marktteilnehmer denken überhaupt noch an Gewinnmitnahmen? Vermutlicch keiner mehr, eher gibt es noch welche, die noch einsteigen möchten, um den weiteren Anstieg nicht verpassen zu wollen. Die Garantie sind die Notenbanken, die kaufen alles Schrott auf, damit dies noch ein Weilchen weitergehen kann. Obwohl sie bereits Andeutungen und Aussagen getätigt haben, die anderes vermuten lässt. Waren das etwa nur leere Worthülsen, oder tatsächliche erste Warnungen? Keine Ahnung, aber auch sie sehen, was für ein Monster sie erschaffen haben, schlimmer als noch vor der Finanzkrise 2008! Die Märkte könnten locker 20 % Abschlag vertragen, wenn sie gesund wären. Man lässt aber nicht mal mehr ein paar Prozent Abschlag zu, weil sie alles andere als gesund sind, weshalb es dies mit allen Mitteln zu verhindern gilt. Das Problem dabei ist, dass die Fallhöhe immer weiter steigt und so die Korrektur, die unweigerlich einmal einsetzen muss und wird um so heftiger und brutaler ausfallen wird. Das alles wissen die Strippenzieher, aber die Algos nicht. Und das ist ein weiteres Problem, weshalb die Märkte immer absurder werden.
Die Spannungen zwischen den USA und Russland nehmen auch wieder zu. Warum auf einmal wieder? War ja klar, sobald Trump weg war, war das absehbar, was mich nicht überrascht. Vielleicht soll hier wieder ein Grund geschaffen werden, um eine Korrektur an den Märkten zu rechtfertigen. Wer weiss, auf jeden Fall soll es von den wahren Problemen ablenken. Ich weiss nicht, wie es weiter gehen wird, aber Vieles deutet langsam immer mehr darauf hin, dass etwas heftiges passieren wird. Heute, Morgen, nächste Woche, nächsten Monat... Keine Ahnung. Ich bleibe weiterhin an der Seitenlinie, selbst in den Währungen, weil es mir nicht mehr geheuer ist. Ok, ich mag dann noch einiges verpassen, aber ich schlafe auf jeden Fall ruhiger so. ;)
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Re: SMI

Beitragvon kosh » Do Apr 15, 2021 10:57 am

Die Garantie sind die Notenbanken, die kaufen alles Schrott auf, damit dies noch ein Weilchen weitergehen kann.

Diese Garantie hat uns bereits Greenspan gegeben. Seit damals hätte man es wissen können.
Obwohl sie bereits Andeutungen und Aussagen getätigt haben, die anderes vermuten lässt.

Das ist in etwa so, wie wenn der Hintermann sich verbremst und der Bob ein bisschen langsamer über die Ziellinie schiesst. Die Richtung ist vorgegeben und wer als erster oder am meisten bremst, hat verloren.
Was wollen / sollen sie denn tun. Alle sind bis über beide Ohren verschuldet. Wenn die Kommunen erst anfangen müssen, ihre Kredite in höhere Zinsbänder zu rollen, kannst Du Dir in etwa ausdenken, wen der Demos bei der nächsten Wahl favorisiert, falls er die reguläre Wahl überhaupt abwartet. Wer langfristig denkt, steht nicht auf der Seitenlinie, sondern sichert sich mit Sachwerten ab, weil er nie weiss was kommt:

Cash? Abwertung 50% über Nacht! Da hast Du keine Chance, letztes Jahr war der Libanon dran. Die Einschläge kommen immer näher. Da ist es mir lieber, wenn meine Bratwurstaktien über Nacht 50% einbrechen, aber in den Monaten darauf 100% zulegen. So haben es die Krisengewinnler immer geMACHT.

Cash? Inflation direkt oder über Bande. Nach ein paar Jahren hast Du zwar 100% behalten, nichts verloren, kannst Dir davon aber nur 50% des Wahrenkorbes leisten.

Sollte wirklich eine nachhaltige Korrektur einsetzen, sprächen wir von Deflation, nicht Inflation. Geld würde zur Mangelware für alle, die Geld brauchen. Z.B. die Kommunen, um die öffentlichen Dienstleistungen und die Wirtschaft (inkl. Strippenzieher) in Schwung zu halten. Was denkst Du, was passiert wenn z.B. das neapolitanische Abfall-Modell auf unsere Strassen einkehrt? Wird der Demos den Müll einfach so fressen, oder wird er Parteien wählen, die Geld drucken?

Also doch Inflation, denn das ist für jene, die wenig bis nichts haben, die einfachste Lösung: Wer nichts hat, kann auch nichts verlieren ausser sein Leben. Von diesen Leuten hat jeder eine Stimme, die er am Wahltag abgibt. Wirtschaftsparteien werden diejenigen sein, welche versprechen den Laden am Laufen halten. Keine FDP & Co., welche vor den Gefahren ausufernder Inflation warnen, denn vor dieser fürchten sich nur jene, die was zu verlieren haben, sprich die FDP & Co.
Natürlich sind da auch Sachwerte, Aktien oder Kryptowährungen dabei, alles was nicht wirklich ge- / verbraucht wird, kommt dann unter die Räder. Ausser es wird inflationiert. Über diese Schiene wird ein brutaler, marktphysikalisch intonierter Wettbewerb stattfinden zwischen den Marktteilnehmern - der Markt sind wir alle, keiner kann nicht teilnehmen. Gewinner ist, wer weniger verliert, der Wettbewerb spielt! Die Regeln werden rauher werden, kann sein dass Staaten zu Enteignungen greifen, was sicher populär ist, aber jene Wähler werden sich ins eigene Fleisch schneiden. Das ist Wettbewerb nach den Spielregeln der Evolution, im engeren Sinn der Sozialen Evolution.

Das alles wissen die Strippenzieher, aber die Algos nicht.

Der Satz MACHT für mich soviel Sinn wie: Das alles wissen die Lenker, aber die Autos nicht.
Hinter jedem Algobot sitzt ein Mensch aus Fleisch und Blut, der die Start- und Stopptaste bedient. Ein Algobot ist ein Werkzeug, das genau das gleiche MACHT wie ein Mensch aus Fleisch und Blut, nur sehr viel schneller und so die Hoffnung des PRogrammierers, auch besser. Besser jedenfalls als die Konkurrenz, um zu gewinnen oder weniger zu verlieren.

Die Spannungen zwischen den USA und Russland nehmen auch wieder zu. Warum auf einmal wieder?

Die haben nie aufgehört, diese Spannungen. Während Der Donald mit Twittertiraden beschäftigt war, hat die Einheitspartei munter gegen Russland geballert. Das Putinbashing wurde nur vorübergehend zugunsten Corona ausgesetzt. Die US haben aufgegeben, unter Biden in Afghanistan, und dafür brauchen sie einen vorgeschobenen Grund: Die Prioritäten haben sich verschoben, nach Russland. Aber: Russland war nie das Ziel, denn Russland war immer nur Juniorpartner dieses Ziels: China. Für Peking eine Win-Win-Situation: US geben Afghanistan auf und frei für Geschäfte, dabei geht vergessen, dass Afghanistan strategisch so wertvoll ist wie der Iran. Sei's drum, die Rückzugsgefechte des Westen sind in vollem Gang.
Ich weiss nicht, wie es weiter gehen wird, aber Vieles deutet langsam immer mehr darauf hin, dass etwas heftiges passieren wird.

Es ist schon etwas heftiges passiert: Corona! Damit konnte ohne Angabe von Gründen zur Lage an den Renditemärkten eine Geldflut losgetreten werden. Ich habe keinen einzigen Kommentar gelesen, dass Corona eine nützliche Nebelpetarde ist. Ob Mihop oder Lihop spielt für die Strippenzieher keine Rolle, die Geldflut ist Tatsache geworden. Du kannst das Geld auch als Opium fürs Volk bezeichnen, weil die Sachwertstrippenzieher direkt von den PReissteigerungen PRofitieren werden. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Chinesen in den letzten Jahren gezielt in Sachwerte investiert haben? Der riesige US-Schuldenberg in den Bücher Pekings wurde und wird sukzessive in krisenfeste Anlagen umgeschichtet. Wir erhalten dafür USD, doch wie sagt der Ami: "Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem". Peking hat diese Satz ernst genommen und spielt Ping-Pong.

Grüsse
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Re: SMI

Beitragvon Leser » Do Apr 15, 2021 6:55 pm

Klar sitzt hinter einem Algobot auch "noch" ein Mensch, der jedoch nicht immer die Start- und Stopptaste bedient. Wenn dem so wäre, hätte es höchstwahrscheinlich längstens eine kräftige Korrektur oder vielleicht "Crashchen" gegeben, weil eben der Mensch emotional agiert, was sich nie ändern wird. Die Gründe dafür wären manigfaltig und sie kommen immer mehr zum Vorschein, trotzdem steigen die Märkte unaufhörlich weiter. Das ist der Grund, warum eben kein Mensch aus Fleisch und Blut immer hinter den Algobots steht und bedient, sonst wäre es eben anders gekommen. Ich gehe einig mit mir, dass irgendwann der Mensch den Stecker zieht oder eben die Stoptaste drück und den anderen Algobot startet, damit es überhaupt einmal in die andere Richtung geht. Aber man sieht ja, wie die Algos programmiert sind, solange nur billiges Geld die Märkte treibt. Da gibt es kein Abwägen, kein Zögern, keine Emotionen, einfach nichts, was den Menschen ausmacht.
Die Gründe für eine Korrektur sind schon längstens vorhanden und sie nehmen laufend zu, die Algos interessiert das nicht. Wären sie so programmiert, dass dies massgeblich gewichtet würde, ginge es überhaupt nicht mehr weiter rauf. Die Paramater für eine Korrektur sind ausgeschaltet und interessieren niemanden.
Falls die Programmierer dieser Algos die Hoffnung haben, es besser als die Menschen selber zu machen und vor allem viel schneller agieren können, wäre das genau der Grund, warum die Märkte kurz und heftig fallen würden. Weil alle Algos gleich programmiert sind. Aber auch hier gilt, der schnellere ist der Gewinner und den Letzten beissen die Hunde. Dieses Gesetz gilt nach wie vor. Das grosse Problem ist dabei, wann zieht der erste den Stecker oder stellt auf Verkaufen um? Das Dumme dabei ist, dass mit jedem Punkt mehr, den die Anleger, pardon die Algos die Märkte nach oben treiben, es immer absurder wird. Und wenn wirklich noch Menschen hinter den Algos stehen und sie beobachten, sollte ihnen das immer mehr zu Denken geben. Ich galube aber auch, dass es ihnen, also den Menschen aus Fleisch und Blut, ganz sicher bewusst ist, weshalb sie alle nägelkauend hinter ihren Maschinen sitzen und zuschauen, was für wahnwitzige Kurse täglich gemacht werden. Eben weil keine Menschen mehr diese Kurse machen.
Und auch klar, dass Sachwerte vorzuziehen sind, aber ich glaube nicht, dass ich diese nicht wieder günstiger haben könnte. Wenn die echte Inflation zuschlägt, dann haben wir alle ganz andere Probleme. Das Geld wird nicht über Nacht 50 % wengier wert haben, nicht bei uns. Und bis dahin wird es nochmals und mindestens eine Korrektur geben müssen. Ich schrieb schon einmal, dass über 90 % der "Hilfsgelder" nur in den Märkten geflossen sind und nicht bei Ottonormalverbraucher angekommen sind. Erst wenn dieses Geld in den normalen Geldkreislauf eingespeisst würde, dürfte es mit der Inflation so richtig lustig werden. Aber das wissen die Mächtigen zu verhindern, weil sonsst ihr ganzes Kartenhaus ratzfatz zusammenbrechen würde. Es gibt in der Geschichte genügend Beispiele dafür.

Egal, ich glaube, dass Europa am Ende sowieso zu den grössten Verlierern gehören wird, weil wir hier allesamt die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen. Man kümmert sich um das ach so überlebenswichtige Gendern als um neue bahnbrechende und führende Technologien in allen Bereichen zu fördern und zu entwickeln. Was gibt es hier noch im Vergleich zur schieren Menge als vor 100, 50 Jahren? Immer weniger, alles ist abgewandert und die anderen laufen den Europäern den Rang ab.

Auch alles egal, es wird so kommen, wie es kommen muss. Charttechnik ist ein absoluter Witz geworden, nichts funktioniert mehr, selbst wenn welche behaupten, sie können danach handeln. Alles Nonsens, es gibt nur eins, folge dem Trend und der zeigt einfach immer weiter nach oben, bis es wieder irgendwann einmal drehen sollte. ;)
Auf jeden Fall sehen die Märkte verreckter aus als im 2000 und 2008 und sie sind ausgedehnter als jemals zuvor. Auch die Zeit, wo sie hätten längstens nach unten korrigieren müssen, zumindest starten, ist weit über das jemals Dagewesene überschritten. Es scheint eine neue Zeit eingeläutet worden zu sein, wo die Verantwortlichen glauben, dass die Märkte NIE wieder fallen werden und wenn, dann von absurden Höchstständen mit vielleicht nur 2-3 %.

Also, ich bin aktuell nicht guter Dinge, weshalb ich an der Seitenlinie bleibe, um eine Korrektur für Käufe zu nutzen.
Zuletzt geändert von Leser am Fr Apr 16, 2021 12:09 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: SMI

Beitragvon Leser » Fr Apr 16, 2021 8:01 am

Obwohl ich die Charttechnik aktuell für einen Witz halte, habe ich mir die Mühe gemacht, die wichtigsten Märkte anzuschauen. Stellvertetend habe ich den S&P500 genommen und ihn ein bisschen genauer angeschaut. Ich kann nur sagen, krass. Ich habe persönlich no nie einen solchen steilen Anstieg zu neuen Allzeithochs erlebt, wie wir es aktuell sehen. Soweit ich es überblicken kann, gab es das auch noch nie zuvor!
Seit dem Märztief 2020 hat er praktisch 100 % gemacht. Auch hat er die Stände vorm Absturz innert weniger Monate wieder erreicht, die auch schon Allzeithochs waren, wofür es in der Vergangenheit Jahre brauchte. Jedoch waren diese Abstürze auch z.T. viel grösser, dauerten länger und sie erreichten z.T. neue 10-Jahrestiefs und mehr. Der Absturz im März 2020 ist im Vergleich dazu ein Fliegenschiss. Dieser dauerte gerade mal drei, vier Wochen und in einem halben Jahr war er wieder vergessen, weil da schon neue Allzeithochs generiert wurden. Darum würde ich diesen Absturz weder als Crash noch als Korrektur oder sonstwas bezeichnen, denn hat überhaupt nichts davon, was den Charakter solcher Phasen auszeichnet. Darin gäbe es echte Bereinigungen, Umwälzungen usw. Die Notenbanken und die Politik haben einen Zombimarkt erschaffen, wo es absolut keinen gesundes Fundament mehr gibt.
Egal, die charttechnischen Indikatoren sind seit Wochen extrem überkauft, zumindest stark überkauft und kommen so nicht runter. Genau das ist aber das Problem, denn es gäbe eigentlich keine weitere Kraft mehr nach oben, aber das billige Geld treibt sie weiter. Es ist wie ein Formel 1 Rennwagen, das nur auf einer unendlichen Geraden mit Höchstgeschwindigkeit und auf Höchstouren läuft, das ständig mit Benzin gefüllt wird, ohne einmal die Geschwindigkeit zu reduzieren oder gar abzubremsen, um den Motor zu schonen oder zu checken. Kein Motor hält das ewig aus! Entweder verjagt es ihn oder es kommt an anderer Stelle zum Versagen, wie Getriebe, Reifenplatzer usw. So sehen aktuell die Märkte aus.
Die Märkte könnten locker 10-20 % fallen und es würde im grossen Chartbild kaum auffallen. Das zeigt wie hoch bereits gestiegen sind. Nun, ich kann mir kaum vorstellen, dass es mit dieser Pace so weiter gehen kann und wird, ohne einmal eine echte Verschnaufpause einzulegen. Das hält nichts und niemand aus. Ich glaube auch, dass das die Verantwortlichen wissen und es bald wieder in die andere Richtung gehen muss und wird, alleine um die Glaubwürdigkeit und den Anschein eines "funktionierenden" Marktes aufrecht zu erhalten.
Charttechnisch schreit es nach einer Korrektur, wenigstens 6-7 %, die wirklich lächerlich wären. Wenn selbst das nicht zugelassen wird, zeigt es, wie gefährlich fragil die Märkte sind. Gesunde Märkte halten locker auch 20 % Korrektur aus, wenn sie ein starkes Fundament hätten. Das aktuelle Verhalten beweist aber, dass sie alles andere als ein starkes Fundament haben.
Warten wir Mal, was weiter geschehen wird, aber diese Situation ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. ;)
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