Vaudoise (VAHN)

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Vaudoise (VAHN)

Beitragvon Premium » Mi Apr 08, 2015 7:31 am

und wieder liefert Vaudoise erstaunliches.....

Gruppe Vaudoise Versicherungen: Rekordhoher konsolidierter Gewinn und über dem Schweizer Markt liegender Zuwachs in allen Branchen

2014 hat die Gruppe Vaudoise Versicherungen ein rekordhohes ordentliches Ergebnis vor Steuern von CHF 182,9 Millionen erzielt. Der konsolidierte Nettogewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr stieg um CHF 27,2 Millionen auf CHF 153,6 Millionen. Der Verwaltungsrat wird der ordentlichen Generalversammlung der Vaudoise Versicherungen Holding AG vom 18. Mai 2015 beantragen, eine Dividende von CHF 12.- (Anstieg von 9,1 %) pro Namenaktie B auszubezahlen. Die Vaudoise Allgemeine wird 2015 die Rückerstattung eines Teils ihres Gewinns an ihre Kunden auf CHF 30 Millionen erhöhen.



"Dieses hervorragende Ergebnis ist vor allem auf ein deutlich über dem Schweizer Markt liegendes Wachstum in allen Branchen und eine gute Kontrolle der Schadenbelastung zurückzuführen (Combined Ratio: 89,2 %). Es konnte zum Teil auch dank des Verkaufs unserer Liechtensteiner Tochtergesellschaft Valorlife im November 2014 erzielt werden. Die genossenschaftliche, auf den Schweizer Markt ausgerichtete Strategie der Gruppe scheint den Erwartungen des Marktes zu entsprechen" erklärt Philippe Hebeisen, Generaldirektor.



Dynamisches Wachstum in den Nichtleben-Branchen

Die gebuchten Bruttoprämien im Bereich der Nichtlebenversicherungen entwickeln sich positiv (CHF 790,7 Millionen 2014 gegenüber CHF 752,5 Millionen im Vorjahr). Alle Nichtleben-Versicherungsbranchen können eine Zunahme verzeichnen. Die gebuchten Prämien weisen einen Anstieg von 5,1 % auf, während der Schweizer Markt nur um 1,0 % gewachsen ist. Die Motorfahrzeugbranche, die wichtigste Branche im Portefeuille der Vaudoise, steigt um 3,5 %. Der Bereich Personenversicherungen Nichtleben entwickelte sich ebenfalls sehr positiv (Unfall: +7,1 % und Kollektiv-Krankenversicherung: +11,0 %). Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) liegt mit 89,2% (gegenüber 92,4% im Vorjahr) auf einem sehr günstigen Niveau.


Wachstum der Lebenprämien

Bei der Vaudoise Leben stieg das Portefeuille an Vorsorgeprodukten mit periodischen Prämien um 0,8 %. Der Schweizer Markt stieg um 0,5 %. Die nach wie vor historisch tiefen Zinssätze zwangen die Gesellschaft wie schon letztes Jahr, die traditionellen Einmalprämienversicherungen weiterhin nur zurückhaltend anzubieten. Diese Sparanteil-Lösungen mit garantiertem technischem Zinssatz sind sehr anfällig für Zinsschwankungen. Hingegen hat die Gesellschaft eine Palette mit neuen Produkten entwickelt, beispielsweise Serenity Plan und eine TrendValor-Tranche von CHF 20 Millionen, die diesem Risiko weniger ausgesetzt sind. Dank dieser Produkte der neuen Generation hat die Gesellschaft wieder um 19,8 % steigende Prämien in einem Markt, der um 6,7 % gewachsen ist. Im Übrigen hat die Vaudoise Leben ihre Rückstellung zur Garantie der Zinssätze bedeutend erhöht. Auf dem internationalen Markt hat die Gruppe Vaudoise Versicherungen am 25. November 2014 ihre Liechtensteiner Tochtergesellschaft an die Wealth-Assurance Beteiligungs-AG veräussert. Die beiden Parteien haben vereinbart, dass das Jahresergebnis 2014 von Valorlife vollständig und rückwirkend auf den 1. Januar 2014 an den Käufer abgetreten wird.



Stabile Anlageergebnisse

Die Gruppe hat 2014 ihre Politik der Anlagenallokation, die hauptsächlich auf festverzinsliche Anlagen und Immobilienanlagen ausgerichtet ist, beibehalten. Die Gruppe hat ihre Absicherungsstrategie auf den variablen Erträgen, deren Anteil im Berichtsjahr zugenommen hat, verstärkt. Auch die Absicherung der Devisen betrug Ende 2014 über 80 %.



Die direkten Erträge bleiben stabil bei 2,8 %, hingegen beläuft sich die Netto-Anlageperformance der konsolidierten Rechnung der Gruppe für eigene Rechnung 2014 auf 3,2 % gegen 3,0 % im Jahr 2013. Diese Verbesserung ist hauptsächlich auf den Verkauf von Valorlife zurückzuführen. Die Performance zum Marktwert beträgt sogar 7,8 % gegenüber 1,2 % im Jahr 2013. Zusätzlich zur sehr guten Aktien-Performance hatte der sinkende Zinssatz eine positive Auswirkung auf die Bewertung unserer Obligationenanlagen und unseres Immobilienportefeuilles.



Finanzielle Stabilität: Eigenmittel von CHF 1,5 Milliarden

Die Eigenmittel der Gruppe vor Gewinnverteilung haben gegenüber 2013 um 13,2 % zugenommen (CHF 1,5 Milliarden gegenüber CHF 1,3 Milliarden im Vorjahr). Dank einer Solvabilitätsspanne von 526% Ende 2014 war die Gruppe Vaudoise Versicherungen erneut in der Lage, ihre solide Finanzkraft zu verstärken. Gleichzeitig weist die Vaudoise-Gruppe gemäss Schweizer Solvenztest (SST) eine Risikofähigkeit auf, die mehr als doppelt so hoch ist wie von den aufsichtsrechtlichen Vorschriften verlangt.



Fortsetzung der Weitergabe des Gewinns an die Nichtleben-Kunden im Jahr 2015

Als Folge der genossenschaftlichen Neupositionierung der Gruppe hat die Vaudoise Allgemeine 2014 einen Fonds mit CHF 28 Mio. ausgestattet und ihren treuen Kunden, hauptsächlich jenen mit Motorfahrzeugpolicen, einen Prämienrabatt in der Höhe von 10 % zurückerstattet. Angesichts der guten Ergebnisse im letzten Jahr wird diese Strategie 2015 mit der Rückerstattung eines neuen Teils des Gewinns von CHF 30 Millionen zugunsten der Haftpflicht- / Sachversicherungen weitergeführt. Diese erhalten einen Prämienrabatt von 15 %.



Vaudoise Versicherungen Holding AG: Steigende Dividende der Aktie B

An der Generalversammlung wird beantragt, eine Dividende von CHF 12.- (plus 9,1 %) pro Namenaktie B festzulegen. Die Dividende pro Namenaktie A bleibt unverändert bei CHF 0,20. Die Generalversammlung wird auch über die Verstärkung des Eigenkapitals der Vaudoise Versicherungen Holding AG durch die Zuweisung von CHF 40 Mio. an die Spezialreserve entscheiden.



In Anwendung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen (VegüV) werden der Präsident des Verwaltungsrats, alle Verwaltungsräte und die Mitglieder des Vergütungsausschusses jedes Jahr einzeln von der Generalversammlung wiedergewählt. Die Verwaltungsratsmitglieder stellen sich alle für die Wiederwahl in ihrer heutigen Funktion zur Verfügung. Es sind dies Paul-André Sanglard (Verwaltungsratspräsident), Chantal Balet Emery (Verwaltungsrätin, Mitglied des Vergütungsausschusses), Javier Ferndandez-Cid (Verwaltungsrat), Etienne Jornod (Verwaltungsrat und Mitglied des Vergütungsausschusses), Peter Kofmel (Verwaltungsrat), Jean-Philippe Rochat (Verwaltungsrat und Präsident des Vergütungsausschusses), Jean-Pierre Steiner (Verwaltungsrat). Die Änderung der Statuten der Vaudoise Versicherungen Holding AG, mit den von der VegüV verlangten Anpassungen, und die Vergütung des Verwaltungsrats und der Direktion werden der Generalversammlung 2015 ebenfalls zur Genehmigung unterbreitet.



Aussichten 2015

Die Gruppe erwartet, dass sich ihre Portefeuilles in den Vermögens- und Personenversicherungen Nichtleben im Vergleich zum Schweizer Markt überdurchschnittlich entwickeln werden. In diesem Zusammenhang achtet die Direktion nachdrücklich auf die Qualität der Zeichnungen und eine möglichst ebenso günstige Schadenentwicklung wie in den letzten Jahren.



Bei den Lebensversicherungen setzen wir weiterhin auf die Verlagerung der Produktion im Neugeschäft hin zu dynamischen Versicherungslösungen, deren Garantien an die Marktbedingungen angepasst sind.



In Bezug auf die Anlagestrategie wird die Gruppe weiterhin an ihren Grundsätzen festhalten und somit insbesondere eine hohe Absicherung der Aktien und Devisen beibehalten.



Diese Absicherungen konnten die Auswirkungen des SNB-Entscheids, den Mindestkurs aufzuheben, stark minimieren. Er hat somit keine grösseren Folgen für die Rechnung der Gruppe.



Die Vaudoise verfolgt die Entwicklung der immer strengeren reglementarischen Rahmenbedingungen aufmerksam (namentlich FATCA und Finanzdienstleistungsgesetz). Sie machen unsere Abläufe komplexer und führen zu höheren Kosten. Dennoch kann dank der guten Ergebnisse und der stabilen Bilanz der Gruppe Vaudoise Versicherungen zuversichtlich in die Zukunft geblickt werden.
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Re: Vaudoise Rekordhoher Gewinn, Solvabilitätsspanne von 526

Beitragvon malthus » Do Apr 09, 2015 3:00 pm

Hi Premium
Habe gluecklicherweise alle meine VAHN behalten und werde dies auch weiter tun. Es mangelt an Alternativen. Werde CPGN weiter aufstocken, GALN evtl. geben und dafuer LIFE, COPN, GMI aufstocken.

Im Versicherungsektor gefallen mir sonst noch die PRU in den UK.

Beste Gruesse
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Re: Vaudoise Rekordhoher Gewinn, Solvabilitätsspanne von 526

Beitragvon malthus » Di Mai 05, 2015 3:24 pm

Wow, VAHN macht echt Freude. Die Div Rendite dafuer wird immer bescheidener, aber das stoert mich ueberhaupt nicht. Mir ist es viel lieber die Aktie steigt weiter. Bin bald bei 100% Gewinn. Was macht Ihr mit Euren VAHN? Behalten, Teilverkauf oder ganz verkaufen. Nachwievor fehlen Alternativen,...

Beste Gruesse
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Re: Vaudoise Rekordhoher Gewinn, Solvabilitätsspanne von 526

Beitragvon click59 » Mi Apr 06, 2016 9:10 am

Vaudoise 2015 mit tieferem Volumen und weniger Gewinn - Nichtlebensparte wächst

Lausanne (awp) - Die Versicherungsgruppe Vaudoise weist für das Geschäftsjahr 2015 weniger Volumen und einen tieferen Gewinn aus. Während die gebuchten Bruttoprämien um 9,5% auf 1,09 Mrd CHF abgenommen haben, sank der Gewinn um 16% auf 129 Mio CHF, wie die Vaudoise am Mittwoch mitteilt. Im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis jedoch von einer sehr tiefen Schadenbelastung und dem Verkauf der im Geschäft mit Versicherungsmäntel - sogenannten Wrappern - für vermögende Kunden tätigen Valorlife profitiert.

Trotz Ergebnisrückgang schreibt die Vaudoise von einem "guten Ergebnis 2015". Im Nichtlebengeschäft sei man im Volumen mit 4,9% auf 830 Mio CHF gewachsen und habe damit das Marktwachstum übertroffen. Die Combined Ratio verschlechterte sich aber um 6,4 Prozentpunkte auf 95,6%. Dies erkläre sich dadurch, dass bei Vermögensversicherungen nach einigen aussergewöhnlich günstigen Jahren die Schadenquote wieder auf "normalem" Niveau liege und die Schadenbelastung bei den Personenversicherungen aufgrund der erhärteten Wirtschaftsbedingungen weiterhin hoch bleibe.

In der Lebensversicherung bleibt die Vaudoise, wie andere Konkurrenten auch, im Tiefzinsumfeld beim Zeichnen von Neugeschäft zurückhaltend. Die direkten gebuchten Prämien sanken um 6,9% auf 261 Mio CHF. Das Portefeuille an Vorsorgeprodukten mit periodischen Prämien nahm zwar um 1,7% zu, das Geschäft mit kapitalbindenden Einmalprämienprodukten ging allerdings um 24% zurück.

Den Aktionären schlägt die Vaudoise je Namenaktie B dennoch eine zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 12,00 CHF vor (Namenaktie A: unverändert 0,20 CHF). Die Kunden der Vaudoise Allgemeine, vor allem jene mit Haftpflicht- und Sachpolicen, kommen erneut in den Genuss eines Prämienrabatts von 15%.

In der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 5,1% auf 1,54 Mrd CHF. Die Vaudoise-Gruppe habe ihre Finanzkraft erneut verstärkt und weise gemäss Schweizer Solvenztest (SST) eine Risikofähigkeit auf, die mehr als doppelt so hoch sei wie die aufsichtsrechtlichen Erfordernisse, heisst es.

Im Jahr 2016 rechnet die Gruppe damit, dass sich ihre Portefeuilles in den Vermögens- und Personenversicherungen Nichtleben im Vergleich zum Schweizer Markt überdurchschnittlich entwickeln werden. Derweil werde man in der Lebensparte das Neugeschäft weiterhin auf dynamischeren Versicherungslösungen, deren Garantien an die Marktbedingungen angepasst sind, verlagern.
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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon Premium » Mo Nov 05, 2018 10:11 pm

@PizMedel - wie siehst du eigentlich die Vahn? Die Performance der letzten Monate am Markt eher schwach, trotz sehr guten Halbjahreszahlen. Meines Erachtens sollte die Vahn bei >600 stehen.

Mittel- und langfristig ein interessantes Projekt/Business:

25.10.2018

Die Vaudoise ist an der Lancierung der Online-Hypothekenplattform CredEx beteiligt

ZUSAMMENFASSUNG
Lausanne, 25.10.2018 – Die Vaudoise präsentiert im Rahmen des heutigen Digitaltags die neue B2B-Hypothekenplattform «Credit Exchange». Die Plattform wird in Zürich im Beisein der vier weiteren Geschäftspartner vorgestellt. Das neue digitale Ökosystem mit der Abkürzung «CredEx» bringt Kunden, Vertrieb und Hypothekengesellschaften zusammen mit dem Ziel, die Vergabe von Hypotheken einfacher und effizienter zu gestalten. Dazu haben die Gründerunternehmen EY, Swisscom, die Vaudoise, die Mobiliar und die Clientis Zürcher Regionalbank ihre Kräfte vereint.

https://www.moneytoday.ch/news/mit-cred ... ypotheken/


Gruss
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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon PizMedel » Di Nov 06, 2018 7:53 pm

Ja die Performance der VAHN Aktie ist in den letzten 3.5 Jahren ernüchternd, dies trotz stetig steigenden EK-Wert und guter operativer Leistung. Zudem wurden in diesen Jahren nochmals deutlich mehr st. Reserven für alle möglichen Risiken gebildet. Ein Teil war nötig, um das relativ gute Wachstum zu reservieren, das ist halt so in der Versicherungswelt. Mehr Volumen führt kurzfristig zu mehr Reservierungen und erst mittelfristig zu mehr Reinertrag. Ich vermute, dass einige grössere Aktionäre aus Nebenwerten aussteigen und die Aktien verkaufen. Zudem hat jüngst der einzige Analyst der die Firma verfolgte bei der Bk Vontobel gekündigt und bei der Vaudoise selbst als M&A Verantwortlicher angeheuert. Das vielleicht auch ein Indiz dafür, für das was ich ganz am Schluss beschreiben werde.

VAHN ist nach der Mobiliar die bestkapitalisierte Sachversicherung der Schweiz und zudem diejenige, welche am zügigsten wächst. Neben der fast unschlagbaren Marktstellung in der Westschweiz hat die Firma in der Deutschschweiz noch erhebliches Wachstumspotential. Das ist eben das Schöne bei VAHN. Sie muss nicht ins Ausland um wachsen zu können und unnötige Risiken eingehen. Nicht vergessen sollte man auch, dass steigende Zinsen für die Versicherungen ein Segen wären. So stiegen die laufenden Erträge aus den Anlagen, was dann eben auch die Gewinne positiv beeinflussen würde. Aufgrund des Fakts, dass VAHN nach Swiss Gap FER buchhaltet, haben Zinserhöhungen auch keine nennenswerten negativen Einflüsse auf die Buchwerte der Anlagen und das EK bleibt unangetastet.

Für mich als sehr langfistig orientierter Anleger ist die Performance zwar enttäuschend, ich bin aber sicher, dass der Markt irgendwann das Gap zum EK-Wert schliessen wird und vielleicht sogar höher steigt. Ich bin auch überzeugt, dass die VAHN Verantwortlichen sich überlegen wie und wann man wieder eine rein genossenschaftlich organisierte Versicherung werden wird. Dazu gibt es eigentlich nur einen Weg. Bildung von Reserven bis es fast nicht mehr geht und diese dann für den Rückkauf der Aktien brauchen. Wieso sie das nicht schon lange tun ist mir ein Rätsel. Vielleicht weil man verhinderrn will, dass jedermann darauf spekuliert. Würde man heute z.B. 20% der Aktien zurückkaufen, wäre der Diskont von heute auf morgen weg und man müsste 80% teurer kaufen. Heute könnte man aber wohl ein Angebot zu Fr. 700 machen und bekäme einen Grossteil der Aktien.

Ich kann warten, mit jedem guten Jahr steigt einfach der Wert wo ich mir überlege meine Aktie überhaupt zu verkaufen. Ganz nach dem Motto, tiefe oder zu tiefe Kurse heute erhöhen einfach den zukünftigen Ertrag :D

Gruss
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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon malthus » Do Apr 23, 2020 11:20 am

Habe mir mal ein paar VAHN ins Depot gelegt (die letzten Tage). Kann schon sein das sie noch tiefer gehen, aber dann kaufe ich nochmals dazu. Heute etwas wenig Volumen. Eure Meinungen?
Bleibt Gesund.
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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon doc » Mi Mai 13, 2020 9:40 am

Mich nähme auch die Beurteilung durch die Experten für Versicherungen und VAHN in speziellen wunder. Gefühlsmässig sind Kurse um 450 Kaufkurse. Hat sich an der Beurteilung der Gesellschaft massgeblich etwas geändert durch die Corona-Krise? Wenn nein, dürfte man da getrost zugreifen und liegenlassen...



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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon kosh » Mi Mai 13, 2020 12:32 pm

Notabene würde ich mich NICHT als Experte bezeichnen. Vor der Krise hiess es bisweilen, Versicherungen sind die neuen Banken. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Versicherungen wie die Banken. UBSN, CSGN, SREN, ZURN, SLHN habe ich immer ein Auge drauf. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich im bestenfalls knapp die Hälfte der Wegstrecke wieder hochgerappelt haben. Zu unterscheiden wäre, dass die eine Gruppe über den Daumen gepeilt einen leichten Aufwärtstrend beschreitet, während die andere bereits wieder abwärts tendiert. Im 6-Monatschart sieht man das recht gut. Wenn ich mich für einen Nenner entscheiden müsste: Allesamt plusminus seitwärts. Nachdem ich mir nun HELN, BALN angeschaut habe ... etc. etc. ... der C8500T (SWX SP Insurance) jedenfalls bestätigt den Seitwärtstrend unterhalb des 50% retracements (sagt man das so?). I.S. bewegt sich auch VAHN in dieser Region, wenngleich der Chart zu den vielversprechenderen gehört. Trotzdem: 600 -> 380 -> 450 zeugt für mich nicht von sprühendem Optimismus, mindestens sieht es nach Sippenhaftung aus.

Vielleicht schwebt über der gesamten Branche das Damoklesschwert der Pandemie. Einige Versicherungen haben ja schon freiwillig die engere Definition aufgegeben und vielleicht werden noch Gerichte darüber zu entscheiden haben, inwiefern Versicherungen für die gekaufte Depression unserer Regierungen aufzukommen haben. Es könnte jedenfalls teuer werden, zumal z.B. Reiseversicherungen nur indirekt mit Corona zu tun haben. Vielleicht rechnet man im Minimum damit, dass die Privatwirtschaft via Versicherungen am Schaden beteiligt wird - hart aber fair :?

Die von mir favorisierte ZURN, welche ich als Turnaround mit neuerdings fähigem Managment einstufte, konnte ich mit Stoploss los werden und seither sieht es eher noch schlechter aus. Die Idee greife ich evt. später wieder auf, wenn eine zweite Welle in den Indices einschlägt, oder wenn besser Informationen vorliegen.

Womit ich bei meinem Thema bin, das mich nach wie vor beschäftigt: Ich beobachte viele Werte, die weit entfernt von einer V-förmigen Erholung stehen. Während die grossen und einige kleine ziemlich genau ein V ausbilden und schon auf Vorkrisenniveau oder sogar darüber sind, hat es eben auch viele Werte, die sich nur mühsam nach oben rappeln oder bereits Ermüdungserscheinungen zeigen und das obwohl die Regierungen alles Geld ins System pumpen das durch den Schlauch passt. Ich denke, ohne die Mutter aller Kreditbomben würden gerade die heute schlechtesten Werte das Tief mindestens demnächst testen und wenn sie es dann trotzdem noch tun, ist es erst recht viel zu früh, um einzusteigen. Manche Prognosen gehen dahin, dass vor der Inflation erst deflationäre Tendenzen einsetzen, was m.M.n. auch die Aktienmärkte betreffen würde.

Diese Frage wird auch VAHN betreffen, auch wenn sie solide dasteht, oder besser trotzdem.

Grüsse
kosh
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Re: Vaudoise (VAHN)

Beitragvon kosh » Fr Mai 15, 2020 2:52 pm

Ein vom Ombudsmann in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten ...
... kommt zum Schluss, der Ausschluss des Pandemierisikos greife oftmals nicht. Allerdings wird auch gesagt, hinsichtlich der Tragweite von Epidemieversicherungen hätten sich wohl alle getäuscht.

Drum verlangt er gütliche Einigungen. Das geht im Einzelfall, aber Pandemie bedeutet eben gerade NICHT Einzelfall und schon gar nicht, wenn Staatsregierungen sich ganz und gar NICHT so verhalten, als ...
... habe die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene Pandemiewarnung keine rechtliche Wirkung.

Immerhin hat der Bundesrat daraufhin alle rechtlichen Hebel in Bewegung gesetzt und damit die WHO-Definition auch im Inland rechtsgültig geMACHT. Wie erwähnt, nun da man sich der grenzenlosen ökonomischen Dummheit in "homöpathischen" Dosen ganz allmählich bewusst wird, dürfte man in nächster Zeit alles versuchen, die PRivatwirtschaft auf die eine oder andere Weise zur Kasse zu bitten um die Bundeshaftung so weit wie möglich zu hintertreiben.

Inwiefern das die Frage bez. VAHN konkret beantwortet, weiss ich nicht, aber dem Kurs in näherer Zukunft dürfte es erst helfen, wenn sich VAHN rechtsgültig von der Konkurrenz distanzieren kann, oder wenn man vorher glaubhaft nachweisen kann, dass sich der Schaden für VAHN innnerhalb überschaubarer Grenzen bewegt.

Grüsse
kosh
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