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Beitragvon Groppe » Di Feb 09, 2016 2:22 pm

Nur noch 500 Punkte im Dax, dann sind die 8350 als erstes grosses Kursziel erreicht. Bei dem Tempo könnte es ja schnell gehen und dann endlich wieder aufwärts? :-)
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Re: DAX

Beitragvon Groppe » Di Feb 09, 2016 6:35 pm

Interessanter Gedanke - ich kann mir vorstellen, dass das noch so kommt:

von Daniel Kühn (auf Godemode Trader)

Am 10. März findet die nächste EZB-Sitzung statt.
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Vom Markt mit hoher Wahrscheinlichkeit antizipiert wird eine weitere Senkung des Einlagenzinses (“Strafzins”) von derzeit -0,3 % auf -0,4 %. Soviel muss eine Bank pro Jahr für die Guthaben bei der EZB bezahlen, die die Mindestreservepflicht übersteigen.

In der Theorie soll der Strafzins die Banken dazu animieren, mehr Kredite zu vergeben. Denn Kreditvergaben führen unter sonst gleichen Bedingungen zu einer Minderung des Zentralbankguthabens. Zum einen steigt je 100 Euro vergebenen Kredit die Mindestreservepflicht (die keinen Strafzins unterworfen ist) um einen Euro. Zum anderen werden gewährte Kredite häufig auf Konten anderer Banken überwiesen, was das Zentralbankguthaben der kreditgewährenden Bank nochmals mindert.

Verrückte Zeiten: In einem Normalumfeld (Sie erinnern sich: Das war vor 2008) wollen Banken unbedingt Zentralbankguthaben. Jetzt wird das Zentralbankgeld herumgereicht wie eine heiße Kartoffel.

Der negative Einlagenzins als Folterinstrument der Zentralbanken ist durchaus umstritten. In einer höchst kompetitiven Umgebung haben die Banken ohnehin schon genug Probleme, und das Weiterreichen der Kosten an die Kunden ist wegen der Konkurrenzsituation ein schwieriges Unterfangen. Wo es versucht wird, sind Ausweichbewegungen der Kunden vorprogrammiert. So bleibt der Zusatzaufwand überwiegend an den Banken selbst hängen.

Nun ist es nicht ausgeschlossen, dass dies angesichts der derzeit eskalierenden Bankenkrise auch in der EZB erkannt wird. Was wäre dann die Alternative, wenn man den Einlagezins nicht weiter ins Negative treiben, aber dennoch die Kreditvergabe weiter anheizen will?

Es würde sich eine Maßnahme anbieten, die bis vor kurzem als undenkbar schien und von EZB-Chef Mario Draghi bisher auch implizit ausgeschlossen wurde: Die Senkung des Leitzinses in negatives Terrain.

In der Praxis würde dies bedeuten: Banken müssten für Refinanzierungsgeschäfte mit der EZB nicht nur keine Zinsen bezahlen, der Rückzahlungsbetrag läge sogar niedriger als der nominale Kreditbetrag.

Das wäre ein echter Paukenschlag und würde die Märkte massiv überraschen.

Der Euro würde vermutlich deutlich abwerten (was Draghi und seine südeuropäischen Kollegen ohnehin herbeisehnen), was wiederum die Inflationsentwicklung antreiben könnte.

Sind diese Gedanken Fiktion? Noch! Aber ich denke nicht mehr lange...
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Groppe
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