Swissquote N (SQN)

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Re: Swissquote N (SQN)

Beitragvon Premium » Fr Jan 08, 2021 11:24 am

Aconcagua hat geschrieben:für mich neben Partners Group D I E erfolgsgeschichte im schweizer Finanzsektor. Am 29. Mai 2020 Start an der Börse, irgendwo bei 250, dann gabs mal einen 1:10 Split. Im Jahr 2002 segelte man hart am Wind und jetzt, 19 Jahre später ist die Aktie bei 100. Gratulation in die Westschweiz!

Das kann kurzfristig sicherlich noch weiterlaufen und SQ hat auch vieles richtig gemacht. Trotzdem wird da mittelfristig der Druck auf die Gebühren kommen und die Courtage-, Depotgebühren und Lombardmargen werden massiv fallen. SQ geniesst in der CH noch die Hochpreisinsel und Herr und Frau Schweizer (vor allem Ü40) zahlen ja gerne einige 100% (je nacht Markt auch gerne 1500%) mehr Tradinggebühren, Depotgebühren, viel zu hohe Lombardgebühren etc. , das dürfte sich früher oder später ändern.
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Re: Swissquote N (SQN)

Beitragvon Aconcagua » Do Jan 14, 2021 9:49 am

Premium hat geschrieben:
Aconcagua hat geschrieben:für mich neben Partners Group D I E erfolgsgeschichte im schweizer Finanzsektor. Am 29. Mai 2020 Start an der Börse, irgendwo bei 250, dann gabs mal einen 1:10 Split. Im Jahr 2002 segelte man hart am Wind und jetzt, 19 Jahre später ist die Aktie bei 100. Gratulation in die Westschweiz!

Das kann kurzfristig sicherlich noch weiterlaufen und SQ hat auch vieles richtig gemacht. Trotzdem wird da mittelfristig der Druck auf die Gebühren kommen und die Courtage-, Depotgebühren und Lombardmargen werden massiv fallen. SQ geniesst in der CH noch die Hochpreisinsel und Herr und Frau Schweizer (vor allem Ü40) zahlen ja gerne einige 100% (je nacht Markt auch gerne 1500%) mehr Tradinggebühren, Depotgebühren, viel zu hohe Lombardgebühren etc. , das dürfte sich früher oder später ändern.



Depotgebühren sind bei Swissquote max 200 pro Jahr, die herkömmlichen Banken nehmen aber schon mal 0.20%. Courtagen sind bei 39.-- mit einem Flat Trading Packet, ausser die Bank Zwei Plus und die Migrosbank ist keine in diesem tiefen Preissegment (Raiffeisen, UBS ist man mit einem Auftrag über 100K dann bei über 150 Franken Courtage). Swissquote ist bei der OTC Bern mit 0.5% zu teuer.
Im Gegensatz zu de Giro ist das Geld aber bei einer Schweizer Bank und der Kundenservice ist einiges besser als bei Interactive Brokers. Und das App mit den Realtime Preisen ist super, bei der Migrosbank hat man nicht einmal Realtime Preise im Depot!


Zürich (awp) - Die Online-Bank Swissquote hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Gemäss vorläufigen Zahlen erzielte die Gesellschaft einen Nettoertrag von mindestens 315 Millionen Franken (VJ 231 Mio) und einem Vorsteuergewinn von über 105 Millionen (51 Mio), wie Swissquote am Donnerstag mitteilte. Auch 2021 will Swissquote bei Ertrag und Gewinn weiter wachsen.

Dank einem starken Kundenwachstum und einem rein organischen Netto-Neugeldzufluss von 5,3 Milliarden stiegen die Kundenvermögen auf ein Allzeithoch von 39,8 Milliarden Franken.

Mit dem besten Resultat in ihrer Geschichte seien die eigenen Erwartungen übertroffen worden, schreibt die Gesellschaf weiter. Anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Halbjahr 2020 hatte Swissquote die Prognosen nach oben korrigiert und für das Gesamtjahr Erträge von 300 Millionen und einen Vorsteuergewinn von 100 Millionen in Aussicht gestellt.

Der vollständige Finanzbericht 2020 wird am 18. März 2021 veröffentlicht.
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Re: Swissquote N (SQN)

Beitragvon Aconcagua » Mi Jan 27, 2021 3:20 pm

aktueller Homepage Eintrag von SQ:

Verzögerungen aufgrund erhöhter Nachfrage
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Bitte beachten Sie, dass es derzeit, bedingt durch die Coronavirus-Krises und die hohe Nachfrage nach Kontoeröffnungen, zu Verzögerungen Ihres Antrags kommen kann. Wir bearbeiten alle Anträge so schnell wie möglich und informieren unsere Kunden über den Kontoeröffnungsstatus direkt per E-Mail.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.
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Re: Swissquote N (SQN)

Beitragvon Aconcagua » Sa Mär 20, 2021 9:59 am

Spannendes Interview aus der FuW

Zur Person

Marc Bürki (59) ist seit bald 25 Jahren das Gesicht von Swissquote. Nachdem er die Onlinebank 1997 zusammen mit dem heutigen Technologiechef Paolo Buzzi gegründet hatte, nahm er mehrere Funktionen in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wahr. 2002 wurde er zum CEO ernannt. Er hält heute noch 12,3% der Aktien.

Vor seinem Engagement bei Swissquote war Bürki Co-Geschäftsführer der Agentur Marvel Communications, die er 1990 mit Buzzi zusammen gegründet hatte. Er schloss 1987 ein Studium als Elektroingenieur an der ETH Lausanne (EPFL) ab. Bis zum Schritt in die Selbstständigkeit arbeitete er bei der European Space Agency (ESA) im holländischen Nordweijk. Bürki ist zweifacher Familienvater, passionierter Hobbypilot und wohnt in der Gemeinde Mont-sur-Rolle im Kanton Waadt.


Marc Bürki erklärt, wie er bis 2024 den Gewinn der Onlinebank nochmals verdoppeln will und was Tesla damit zu tun hat.

Für Swissquote (SQN 120.60 +6.16%) hat sich die Krise bezahlt gemacht. Die auf Trading spezialisierte Waadtländer Bank ist im Coronajahr kräftig gewachsen und hat den Gewinn mehr als verdoppelt. Alles nur ein Strohfeuer? Der Gründer und langjährige CEO Marc Bürki ist anderer Meinung und steckt hohe Ziele. Er sieht das Unternehmen an einem Wendepunkt und sagt: «Wir stehen erst am Anfang unserer Reise.»

Herr Bürki, ich muss gestehen: Ich habe mich getäuscht.
Warum?

Noch Anfang 2020 habe ich daran gezweifelt, dass Swissquote den Vorsteuergewinn bis 2022 verdoppeln kann – geschweige denn noch im selben Jahr.
Es ist tatsächlich schneller gegangen, als wir gedacht hatten. Auch, weil wir fundamental von der Coronapandemie profitiert haben. Nicht wegen der nervösen Märkte, sondern weil die Krise die Digitalisierung beschleunigt hat.

Moment mal: Dass Ihr Kommissionsertrag derart zugelegt hat, lag doch vor allem am brummenden Handel.
Es ist eher den vielen Neukunden zu verdanken. Die Zahl der Konten ist um mehr als 50’000 auf über 410’000 gewachsen. Diese 14% mehr Kunden, die 2020 zu uns kamen, haben allein 18% zum Ertrag beigetragen.

Sind das nicht alles Neulinge, die mit den ersten Verlusten ihr Börseninteresse verlieren?
Ein kleiner Teil sind Spekulanten. Primär handelt es sich um Kunden mit substanziellem Anlagevermögen, das sie selber verwalten wollen. Sie haben von traditionellen Banken zu uns gewechselt – und werden nicht zurückgehen.

Statt das hohe Tempo zu drosseln, wollen Sie den Vorsteuergewinn bis 2024 nochmals verdoppeln. Wie soll das ohne Pandemieeffekt gehen?
Wir haben viel in unsere geografische Expansion investiert, zuletzt in die Swissquote Bank Europe, die ehemalige Internaxx Bank in Luxemburg. Auch Singapur läuft gut. 2021 rechnen wir mit einem Ertrag von 365 Mio. Fr und einem Gewinn von 130 Mio. Fr. Der Schritt auf 0,5 Mrd. Fr. Ertrag und 200 Mio. Fr. Vorsteuergewinn ist dann nicht mehr riesig, ich gehe von einer Wachstumsrate von 10 bis 12% aus.

Wo soll das Wachstum herkommen?
Vor allem aus der Schweiz, Europa und Asien. In Europa wollen wir gegenüber den Konkurrenten mit unserem breiten Angebot aufholen, und in Asien arbeiten wir am Ausbau der Dienstleistungspalette. In Singapur wäre beispielsweise eine Möglichkeit, auch Retailkunden anzugehen.

Die Abhängigkeit von der Handelslust der Kunden bleibt aber ein unkalkulierbares Risiko.
Aktuell sehen wir trotz tieferer Volatilität keinen negativen Trend. In den ersten zwei Monaten haben wir rund 1,2 Mrd. Fr. Neugeldzufluss verzeichnet. Das ist viel. Zudem haben wir viele neue Produkte, mit denen wir diversifiziert wachsen können. Beispielsweise das Leasingangebot, das wir mit dem Autobauer Tesla (TSLA 675.75 -3.71%) lanciert haben. Oder das Geschäft mit institutionellen Kunden, das mit einem Viertel zum Ertrag beiträgt. Kurzum: Wir sind nicht mehr so abhängig von der Stimmung an den Märkten. Selbst wenn es an der Börse langweilig wird, wachsen wir weiter.

Autoleasing? Ihre Stärken liegen doch woanders.
Unser Vorteil ist, dass wir durch unser Knowhow viele Banking-Prozesse einfacher gestalten können. Auch ein Leasingvertrag ist ohne dicke Papierstapel möglich. Dieser Ansatz lässt sich beliebig auf weitere Geschäftsfelder adaptieren. Und natürlich lohnt sich das auch finanziell.
Womit rechnen Sie?
Noch ist das Volumen klein, aber das ändert sich schnell. Es soll ja nicht bei der Tesla-Kooperation bleiben. Ende 2021 wollen wir 100 Mio. Fr. an Leasing vergeben haben. Darauf generieren wir eine Marge von 3%.

Das ist wenig gemessen am Gesamtertrag.
Für 2024 rechnen wir bereits mit 500 Mio. Fr. Das bringt uns dann doch 15 Mio. Fr. Ertrag. Das Schöne dabei: Der Ertrag ist nachhaltig und schlägt direkt auf den Gewinn durch. Steigen auch noch die Zinsen, profitieren wir doppelt.
Zuletzt haben diese etwas angezogen. Spüren Sie das im Zinsertrag schon?
Marginal. Die tiefen US-Zinsen haben uns 2020 rund 15 Mio. Fr. Ertrag gekostet. Bis sich das wieder ausgleicht, kann es Jahre dauern. Für 2021 rechnen wir mit einem stabilen Niveau.
Zurück zum Leasing-Geschäft. Träumen Sie noch immer von der Universalbank Swissquote?
Wir entwickeln uns derzeit stark weg von der Zweit- zur Hauptbank. Schaffen wir das, haben wir mit über 400’000 Kunden eine grossartige Basis für künftiges Wachstum. Schon heute haben wir Kunden, die neben uns keine andere Bank brauchen. Aber stehenbleiben dürfen wir nicht. Sonst kommt irgendwann die Konkurrenz und greift uns an. Das hat auch zum Joint Venture mit PostFinance geführt. Wir wollen anderen Digitallösungen die Stirn bieten.

Sie planen eine Digital-Banking-App. Eine Revolution ist das nicht.
Auch bei der App wird es um Zahlungen, Kreditkarten und Investitionen gehen. Das heisst aber nicht, dass man Dinge nicht besser machen kann. Ich bin sicher, dass es ein Erfolg wird.

Profitieren können Sie vom riesigen Kundenstamm von PostFinance.
Vor ein paar Jahren haben wir noch gesagt, dass bei 400’000 Kunden das Potenzial erschöpft ist. Heute sehe ich für uns keine Grenzen mehr. Die Digitalisierung befeuert unser Geschäft. Überall da, wo wir unsere Vorreiterrolle nutzen können, um ein Produkt digital einfacher zugänglich zu machen, schlagen wir zu. Wir stehen erst am Anfang unserer Reise. Und dank der Skalierbarkeit des Geschäfts wird die Reise sehr lukrativ.
Ihre Kapitalausstattung ist üppig. Warum kaufen Sie sich Skaleneffekte nicht einfach dazu?
Das könnte passieren. Traditionell kaufen wir alle zwei Jahre zu. Insofern wäre das eigentlich bereits überfällig.

Eine zweite Internaxx oder doch etwas Grösseres?
Internaxx hat 2 Mrd. Fr. Assets eingebracht. Eine doppelt so grosse Akquisition könnten wir gut verdauen. Die 0,5 Mrd. Fr. Ertrag bis 2024 sind aber ein Wachstumsziel, das wir rein organisch erreichen wollen.
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